Philipper ist einer der informellsten Briefe des Paulus. Bei dieser Kirche verspürte er nicht das Bedürfnis, seine apostolische Autorität geltend zu machen. Seine überfließende Liebe zu ihnen ist offensichtlich. Er erlaubte ihnen sogar, ihm Geld zu schicken, was für ihn sehr ungewöhnlich war. Freude am Leiden ist das überwältigende Thema dieses Briefes. Paulus ist eingesperrt, aber er verwendet den Begriff für Freude (Substantiv und Verb) über sechzehn Mal. Sein Friede und seine Hoffnung beruhten nicht auf Umständen, sondern darauf, Christus zu kennen (3:10) und diesen Preis als seinen höchsten Ehrgeiz zu verfolgen. Im Vergleich zu diesem Tor (3:8) war alles Mist. Die Herangehensweise des Autors an diese Kommentarreihe ist hingebungsvoll mit viel Praxisbezug.